Warum Fälligkeitsdaten leicht untergehen
Für viele Berufstätige mit Familie ist der Kalender ohnehin voll: Schulbusse, Terminplanung, Steuerfristen – da rutscht die Fälligkeit einer Bundesanleihe schnell durchs Raster. Anders als bei Aktien gibt es bei Anleihen kein laufendes Handelsvolumen, das auf die Nähe des Enddatums hinweist. Und wenn die Anleihe auf dem Depotkonto ruht, ohne dass automatisch ein Wiederanlageauftrag hinterlegt ist, landet das Geld einfach als Bareinlage – oft mit deutlich niedrigerer Verzinsung. Das kostet langfristig Zinseszins.
Was passiert wirklich bei Fälligkeit?
Bei Fälligkeit einer Bundesanleihe wird der Nennbetrag plus letzter Zins vom Bundeshaushalt zurückgezahlt – meist auf das Referenzkonto, das Sie beim Kauf angegeben haben. Aber: Es erfolgt keine automatische Wiederanlage, auch nicht in eine neue Laufzeit desselben Titels. Ohne aktive Entscheidung läuft das Geld also aus der Renditezone heraus. Besonders kritisch ist das bei langfristigen Sparplänen oder Altersvorsorge-Depots, wo Kontinuität entscheidend ist.
Praktische Tipps für mehr Sicherheit
Notieren Sie sich die genauen Fälligkeitstage direkt nach dem Kauf – am besten in einer Tabelle mit ISIN, Nominalbetrag und Zielverwendung (z. B. „Wiederanlage in 10-Jahres-Bundesanleihe“). Setzen Sie dann 30 Tage vor Fälligkeit einen Erinnerungstermin im Kalender – und zwar mit einem klaren Handlungsauftrag wie „Konditionen für Neuanlage prüfen“. Noch besser: Nutzen Sie die Kalender-Funktion Ihres Depots, falls vorhanden, oder erstellen Sie eine einfache Excel-Liste mit automatischer Farbcodierung für Termine innerhalb von 45 Tagen.
Zusammenfassung & nächster Schritt
Eine vergessene Bundesanleihe-Fälligkeit ist kein Drama – aber ein unnötiger Renditeverlust. Mit nur zwei Minuten Vorbereitung pro Titel halten Sie Ihre Anlagestrategie kontinuierlich auf Kurs. RemindMeBot kann Ihnen kostenlos eine E-Mail-Erinnerung senden, sobald Ihre Bundesanleihe fällig wird – einfach Datum und ISIN eingeben, fertig.