Warum der 31. Dezember entscheidend ist
Als berufstätiger Elternteil mit knappem Zeitbudget ist es leicht, den steuerlichen Stichtag für Verlustverrechnung zu übersehen: Bis zum 31. Dezember müssen Verluste aus Wertpapierverkäufen tatsächlich realisiert sein – nicht nur geplant oder notiert. Die Finanzverwaltung akzeptiert keine nachträglichen Korrekturen im Januar. Das bedeutet: Der Kauf- und Verkaufspreis muss bis Mitternacht des 31. Dezembers in Ihrem Depot sichtbar sein. Nutzen Sie noch heute die letzten Handelstage – vor allem bei Aktien und ETFs mit klarem Kursrückgang seit Anfang des Jahres.
Was zählt – und was nicht
Nicht jeder Verlust ist steuerlich nutzbar: Nur Verluste aus privaten Kapitalanlagen (§ 20 EStG) können mit Gewinnen aus dem gleichen Bereich verrechnet werden. Verluste aus Geschäftsbetrieb oder Immobilien gehören anderswo hin. Achten Sie besonders auf den Sperrfrist-Effekt: Kaufen Sie innerhalb von 60 Tagen vor oder nach dem Verkauf identische oder wirtschaftlich gleichwertige Wertpapiere zurück, greift das Verbot der steuerlichen Verlustnutzung („Wiedererwerbsverbot“). Prüfen Sie Ihr Depot daher konkret auf Duplikate – nicht nur auf ISIN, sondern auch auf ETF-Inhalte.
Konkrete Sofortmaßnahmen
Öffnen Sie jetzt Ihr Online-Depot und sortieren Sie nach Kursveränderung seit 1. Januar – filtern Sie nach Minus von mindestens 10 %. Markieren Sie maximal drei Positionen, die Sie noch heute verkaufen könnten. Für jede prüfen Sie: Kein Wiederkauf geplant? Keine identischen ETFs im Depot? Dann nutzen Sie den ‚Sofortverkauf‘-Button – viele Banken ermöglichen dies bis 18 Uhr am 31. Dezember. Notieren Sie sich Datum, ISIN und Verkaufspreis in einer Excel-Zeile – das spart später Zeit beim Steuerformular.
Zusammenfassung & Erinnerung
Es geht nicht darum, alles zu optimieren – sondern um eine klare, machbare Handlung vor Jahresende. Ein einziger bewusster Verkauf kann Steuern sparen, die sonst verloren gehen. RemindMeBot sendet Ihnen kostenlos eine persönliche E-Mail-Erinnerung am 28. Dezember – damit Sie den Termin nicht vergessen, auch wenn der Weihnachtsstress hoch ist.